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Die Pfarrkirche St. Otto

Die kath. Kirche in Lauf a.d. Pegnitz wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in neuromanischem Stil nach den Plänen des Bezirksbaumeisters Johann Baptist Füssl errichtet und dem hl. Bischof Otto von Bamberg (1102–1139) geweiht. Die Grundsteinlegung war am Fest Peter und Paul, den 29.6.1902, die Einweihung am 4.10.1903.

Im Jahr 1922 wurde die Filialgemeinde St. Otto aus der Mutterpfarrei Neunkirchen a.S. ausgepfarrt und zur selbständigen Pfarrei erhoben.

In den Jahren 1970/1971 erhielt die Pfarrkirche durch einen Erweiterungsbau ein ganz neues Gesicht. Im Westen wurde der Kirche ein Querschiff angefügt und durch das vorgezogene ausgerundete Steildach mit dem Altbau verbunden. Im Innern wurde die Ausrichtung der Kirche umgekehrt und der Altar an die zentrale Stelle im Schnittpunkt von Längsschiff und Seitenschiff gestellt. Es entstand ein harmonischer, lichtdurchfluteter Gottesdienstraum. Stilelemente wie der horizontale Rundbogen, der ins Querschiff eingreift, ein Sandsteinfries im Neubau und die sandsteingerahmte Apsis mit der Darstellung des Auferstandenen schaffen eine architektonische Verbindung zum neoromanischen Altbau. Die Pläne dazu fertigte Architekt Hans Frieser aus Nürnberg.

Die künstlerische Ausgestaltung der Kirche lag ganz in der Hand des Bildhauers Peter Kuschel aus Etzelwang. Er schuf Altar, Ambo und Taufstein, die 14 Kreuzwegstationen und das Bild des Auferstandenen. Sein Werk sind auch die Ottostatue im Langhaus, der Osterleuchter, das Standkreuz an der Kredenz und eine Weihnachtskrippe.

Im ehemaligen Altarraum im Osten wurde ein neuer liturgischer Ort für Taufe und Bußsakrament gewonnen. Über der Taufkapelle wurde eine Empore eingezogen. Im Jahr 1976 konnte hier die neue Orgel durch die Firma Eisenbarth aus Passau eingebaut werden. Der Orgelprospekt fügt sich harmonisch in das vorgegebene Erscheinungsbild der Kirche ein.

Gegenüber dem hellen und hohen Kirchenraum wurde im Durchgang zur Sakristei die Sakramentskapelle eingeplant zur Aufbewahrung des Allerheiligsten, für Werktagsgottesdienste im kleinen Kreis und für das private Gebet. Im Zuge der Renovierungsarbeiten im Jahr 2002 hat der Dresdner Künstler Professor Martin Honert über die schon vorhandene Kassettendecke ein großformatiges Himmelsfoto auf Plexiglas gelegt. Er verwendete dazu ein eigens patentiertes Verfahren, mit dem er das Foto auf das Glas brannte. Jede der 47 Kassetten wird von hinten – für den Beobachter unsichtbar – angestrahlt. So meint man, dass sich in der Kirche der Blick in einen leuchtend blauen Sommerhimmel mit weißen Wölkchen öffnet. Wenn man diesen „Himmel über St. Otto“ betrachtet, kann man an das Psalmwort denken: „Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes und vom Werk seiner Hände kündet das Firmament.“

In der Sakramentskapelle steht der Tabernakel aus der Werkstatt von Egino Weinert, Köln. Er wurde 1958 im Zuge der Liturgiereform in die Kirche gestellt und zeigt Christus als den Keltertreter. Dieser Bildtypus bezieht sich auf Jesaja 63, 1–6: „... Warum ist dein Gewand so rot, ist dein Kleid wie das eines Mannes, der die Kelter tritt?“ Jesus ist zugleich Keltertreter und Traube am Weinstock des Kreuzes, aus der der Wein des Heils gepresst wird.

Die Kirche beherbergt am vorderen Pfeiler im Langhaus auch eine wunderschöne Marienstatue, wahrscheinlich aus dem 19. Jahrhundert. Ihre Herkunft ist unbekannt.

Die Kirche betritt man von Norden und Süden durch das Querschiff des neuromanischen Baues von 1903. Glaswände trennen den Eingangsbereich vom Hauptschiff und bilden einen Windfang und zugleich einen Übergangsraum in die Ruhe der Kirche. Der südliche Eingangsbereich ist als Raum der Sammlung gestaltet. Hier hängt ein neugotisches Kruzifix und hier stehen in einer Nische der Kerzenständer und die Opferlichter vor einer Ikone. Sie ist ein Werk des Ikonenmalers Peter Bauer aus Reuth bei Forchheim aus dem Jahr 1995. Gestaltet ist sie nach dem Vorbild russischer Ikonen aus dem 13. Jahrhundert, dem Typ der „Großen Allerheiligsten“.